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Finanzwissen

Was ist der Unterscheid zwischen Brutto und Netto?

Du hast das erste mal Gehalt bekommen und fragst dich, wieso nur so wenig auf deinem Konto landet? Ich erkläre dir den Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn.

Was bedeuten Brutto und Netto?

Die Wörter Brutto und Netto stammen ursprünglich aus Italien. In Deutschland steht der Begriff Brutto für „ohne Abzug“ oder auch für „vor Abzug“. Der Begriff Netto dagegen bedeutet „nach Abzug“.

Beim Bruttolohn spricht man also immer von deinem gesamten Einkommen, bevor Steuern und andere Abgaben abgezogen werden. Nach Abzug dieser Beträge spricht man dann vom Nettolohn. Und der Nettolohn ist auch das, was du nachher auf deinem Konto aus Geldeingang sehen kannst.

Welche Steuern und Beiträge werden abgezogen?

Etwas gemein ist es schon, dass in deinem Arbeitsvertrag immer nur von deinem Gehalt, dem Bruttolohn, gesprochen wird. Da freust du dich auf eine große Summe am Ende des Monats und dann kommt nur ein Teil davon wirklich bei dir an. Aber was wird denn nun jeden Monat von deinem Bruttolohn abgezogen?

Bis auf einige Ausnahmen zahlt jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin in Deutschland folgende Steuern und Sozialabgaben:

  • Lohnsteuer
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Unfallversicherung
  • ggf. Kirchensteuer, wenn du in der Kirche bist

 

Nach diesen ganzen Abzügen ergibt sich dein Nettolohn. Und über diesen Betrag kannst du dich dann jeden Monat auf deinem Girokonto freuen.

Wieso hat mein Kollege mehr Netto bei gleichem Brutto?

Nun, das liegt an verschiedenen Faktoren. Deine Steuerklasse hat zum Beispiel Einfluss auf die monatlichen Abzüge. Die Steuerklasse wird durch deinen Familienstand bestimmt. Unverheiratete bekommen eine andere Steuerklasse als Eheleute. Und auch Familien mit Kindern können eine andere Steuerklasse bekommen. Als junge Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer befindest du dich wahrscheinlich in der Steuerklasse 1 für ledige Berufstätige ohne Kinder.

Verdienst du beispielsweise 3.000 Euro brutto im Monat und bist in Steuerklasse 1, erhältst du am Monatsende etwa 1.970 Euro Nettolohn auf dein Konto. Ein verheirateter Kollege von dir mit gleichen Bruttolohn ist verheiratet und hat ein Kind. Er ist in Steuerklasse 3 und kann den Kinderfreibetrag nutzen. Er bekommt jeden Monat knapp 2.260 Euro ausgezahlt. Das sind fast 300 Euro mehr. Nur aufgrund der anderen Steuerklasse.

Um sehen zu können, was dir am Ende des Monats übrig bleibt, gibt es einen Online-Rechner, der dir deinen Nettolohn ausrechnen kann.

 

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